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Kettlebells - Grundlagen Teil 1 

 

Eine Kettlebell sieht aus wie eine Kanonenkugel mit einem Griff.

 

Sie ermöglicht ein funktionales Ganzkörpertraining für Kraft, Ausdauer, Beweglichkeit und Gewichtsreduktion und man kann sie überallhin mitnehmen, sozusagen ein komplettes, tragbares Fitness-Studio, das kaum Platz benötigt.


Faszinierend an ihnen ist auch die Bandbreite des Trainings.

Egal, ob Mann oder Frau jetzt bereits der „Silber-Generation“ angehört und vielleicht mit über 50 oder auch 70 Jahren die ersten Versuche mit einer leichten Kettlebell macht: Kraft, Ausdauer und Beweglichkeit lassen sich damit wieder aufzubauen oder dauerhaft erhalten.

Oder ob es sich um durchtrainierte Kraft- oder Kampfsportler handelt, die beim ersten Kontakt immer wieder überrascht sind von der Intensität, die selbst in einem kurzen Training möglich ist. Der Snatchtest, den der Secret Service durchführt, (ein Snatch ist eine gängige Kettlebellübung) dauert „nur“ 10 Minuten.

 

Das Training mit den Kettlebells fördert nicht nur die körperliche, sondern auch in hohem Maße die mentale Durchhaltekraft.

 

Das Gewicht reicht von 4kg bis über 50kg. Die Gewichtsabstufungen sind: 4kg, 6kg, 8kg, 12kg, 16kg, 20kg, 24kg, usw. Es gibt auch Kettlebells, die mit Stahl- oder Bleischrot befüllt werden, so dass das Gewicht in kleineren (z.B. 2 kg) Schritten erhöht werden kann.

 

Das Einstiegsgewicht für eine Frau liegt bei 8kg, für einem Mann bei 12 - 16kg.

Bei überdurchschnittlicher Stärke bei 12kg, bzw. 20kg.

 

Für den Anfang ist eine Kettlebell für ein effektives Training durchaus ausreichend. Empfehlenswert ist  entweder ein Set von zwei oder mehr Kettlebells (z.B. für eine Frau: 8kg und 12kg, für einen Mann: 16kg, 20kg und/oder 24kg) oder mit einer Kettlebell in das Training einzusteigen und dann, wenn man weiß, dass man dableibt, eine befüllbare Kettlebell dazu zu nehmen.

 

Der Preis für eine 8kg Kettlebell liegt zwischen 19,-€ bis 40,-€, für eine 16-er zwischen 38,- € bis 65,- €. Von Billigangeboten, bei denen man sich nicht vor dem Kauf von der Qualität überzeugen kann, sollte man die Finger lassen. Insbesondere der Griff sollte so glatt sein, dass man sich auch bei hohen Wiederholungszahlen nicht die Hände aufreißt. Befüllbare Kettlebells liegen im Preis bei der Anschaffung höher, dies rechnet sich jedoch im Lauf der Zeit, da bei Trainingsfortschritten nicht jedes Mal eine neue Kettlebell gekauft werden muß.


Da das Training bei schlechter oder falscher Ausführung auch schnell zu Über- und Fehlbelastungen führen kann, sollte man sich die Übungen am besten von einem erfahrenen Anwender oder einem ausgebildeten Instruktor zeigen lassen. Die zweitbeste Möglichkeit ist das Erlernen der korrekten Bewegungsabläufe aus DVDs oder Büchern.

  

Kettlebells sind keine "neumodische" Erfindung.

In Deutschland trainierten die sogenannten Rundgewichts-Riegen bis in die 50er Jahre damit.

In Russland, wo das Training mit Kettlebells (der russische Name ist Girya, Plural: Giri) eine lange Tradition hat, wurden sie im Jahr 1704 zum ersten Mal in einem Wörterbuch erwähnt und Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts trainerten z.B. "Kraftsportler" wie Arthur Saxon mit ihnen.

 

Pavel Tsatouline führte das Training mit den Kettlebells in den USA ein, wo es sich rasant ausbreitete. Zunächst unter Kraft- und Kampfsportlern und Personengruppen, bei denen das Überleben zum Teil auch von ihrer körperlichen Fitness abhängen kann, wie Polizei-, Feuerwehr und Militäreinheiten.

 

Aufgrund der oben geschilderten Vorzüge trainieren jedoch inzwischen immer mehr Leute mit den „urigen Rundgewichten“. Viele Zeitschriften, z.B. die „Vogue“ berichteten über das Training mit ihnen.

 

Bekannte Kettlebelltrainer in den USA sind neben Pavel Tsatsouline, Steve Cotter, Mike Mahler, Andrea Du Cane, Anthony Diluglio, Brett Jones und viele mehr.

 

Hier in Deutschland hat Björn Friedrich die erste deutschsprachige Kettlebell-DVD herausgebracht und in der November-2008-Ausgabe von "Men´s health" erschien ein ausführlicher Artikel über sein Kettlebelltraining.